Graz Halbmarathon

endlich geschafft

Bericht von Anna-Maria:
 
Bei sehr kühlen Temperaturen (9Grad) und bewölktem Himmel machten wir uns gestern früh auf zur Grazer Oper. Da wir bereits 2012 dort den HM gelaufen waren, waren wir sehr gespannt, was sich das neue Organisationsteam alles hat einfallen lassen. Schon vorher fiel uns auf, daß auf der Homepage alle nennenswerten Informationen vorhanden waren (früher mußte man sich diese mühsam telefonisch zusammentragen). Sehr angenehm war, daß es ein Läuferzelt gab. Das war zwar auch kühl, aber nicht so kalt wie im Aussenbereich. Der Startschuß zum Marathon war um 10 Uhr, wir HM Läufer waren um 10:15 dran und so froren wir einige Zeit vor uns hin. Ich ging immer wieder auf die Toilette, die war nämlich beheizt, zum Aufwärmen.
Andi und ich trabten dann in den angrenzenten Stadtpark um Laufschule zu machen, dort wurde es uns dann ja auch schnell warm. Und dann war es auch schon so weit: wir starteten im Block 3. Die ersten paar hundert Meter waren mehr als zäh, wenn man so viele langsame Läufer vor sich hat, ist es ganz schön schwierig sein eigenes Tempo zu finden. Andi war 2012 mein Pacemaker, heuer hatte er sich eine Zeit unter 1:45 vorgenommen und ich – beim 5!!!!! Versuch – die magische 2 Stunden Grenze endlich zu knacken! Ich war die letzten Tage und Nächte schon sehr angespannt, trotz einer guten Vorbereitung und auch 2 guten 5km Wettkämpfen habe ich ganz schön an mir gezweifelt. Nachdem ich endlich in meinen Rythmus gekommen war, versuchte ich irgendjemanden zu finden, an den ich mich "anhängen" konnte. Ohne Erfolg: entweder liefen sie zu schnell oder zu langsam. Bei km 4 kam die Sonne durch, es wurde merklich wärmer und ich nahm mir vor, jede Labestation zu nutzen, die dann auch schon beim km 5 da war. Dort begegnete ich auch einer jungen Frau, Sabine, die in etwa meine Pace lief. Bis km 10 liefen wir gemeinsam, dort entschied ich aber, daß ich allein weiterlaufe, weil wir ständig so zwischen 5:15 und 5:25 waren. Mein Ziel war es ja zwischen 5:30 und 5:40 zu laufen. Meine angepeilte 10km Zeit von 55 min. habe ich so gleich um eine halbe Minute unterschritten gehabt. Beim km 12 habe ich ein paar Männer getroffen, die auch die unter 2 Stunden angepeilt haben, die habe ich aber rasch wieder verlassen, weil die mir etwas zu langsam waren. Und so habe ich entschieden, nur mehr mein Tempo zu laufen. Bei km 14 habe ich dann den Andi gesehen (Umkehrpunkt im Norden von Graz), ich bin da nach Norden gelaufen und er schon Richtung Ziel. Er war ja schon bei km 16 und hat noch recht frisch ausgeschaut. Endlich war ich bei km 15 dem Umkehrpunkt. Ich bin zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kilometer zu langsam gelaufen, hätte jetzt also mein Tempo etwas reduzieren können. Aber ich habe mich selbst von Kilometer zu Kilometer gepusht und konnte mein Tempo recht gut halten. Anfang km 21 habe ich dann mein Tempo auf 5:20 noch einmal verschärfen können und eine Frau, die ich immer wieder auf dem Lauf gesehen habe, überholt.
Immer wieder ein Erlebnis: die Herrengasse über das Kopfsteinpflaster zur Oper!
Im Ziel hat mich schon ein strahlender Andi empfangen (1:43!!!) und ich konnte meine Zeit gar nicht fassen: offiziell 1:57, bin aber durch das zick-zack Laufen 400 m weitergelaufen und hätte so eine Hm Zeit von 1:55. Es hat sich für uns also wirklich ausgezahlt nach Graz zu fahren.

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